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Eine Batterie, der nie der Saft ausgeht
Das Prinzip ist so genial wie einfach: Wasserstoff reagiert mit Sauerstoff,
dabei wird elektrische Energie und Wärme erzeugt, das "Abfallprodukt"
ist reines Wasser. Was wir aus dem Chemie-Unterricht als lautstarkes Knallgas-Experiment
kennen, funktioniert in der Brennstoffzelle kontrolliert und unhörbar.
Der Vorteil: keine beweglichen Teile, lautlose Reaktion, keine Verschleißteile
und somit keine Umweltbelastung. Das "Herz" einer modernen Brennstoffzelle
ist eine Membran, die die Wasserstoff- und Sauerstoff-Behälter voneinander
trennt und die chemische Reaktion steuert. An ihr wird der Verbraucher
angeschlossen und somit die gewonnene Energie abgeleitet.
Je nach Bauweise und Anwendung sind derzeit sechs Arten
von Brennstoffzellen gebräuchlich, wobei die PEM (Proton Exchange
Membrane) universelle Anwendungen erlaubt: Prototypen für Autos,
Heizanlagen und auch Laptops wurden bereits entwickelt. Allerdings: Wasserstoff
gibt es noch nicht aus der Leitung. Deshalb muss der Rohstoff derzeit
noch direkt in der Heizanlage oder im Automobil erzeugt werden. Methanol
oder Erdgas sind derzeit die aussichtsreichsten Kandidaten, um die Infrastruktur
zu schaffen, die eine weite Verbreitung der Technologie voraussetzt. Ein
Reformer übernimmt an Bord die Aufspaltung des Erdgases in wasserstoffreiches
Reformat-Gas - zwar zu Lasten des Wirkungsgrades, der mit über 40
Prozent aber immer noch massiv über dem des Otto-Motors mit gerade
mal 20 Prozent liegt.
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Surf-Tipps:
Wasserstoff,
das Erdöl der Zukunft (Modern Times)
Mit Wasserstoff zur Autarkie (Geo)
Forum-Brennstoffzelle
Initiative
Brennstoffzelle
diebrennstoffzelle.de
- Informationsportal
The Online Fuel
Cell Information Center The
Hydrogen & Fuel Cell Letter
The Electrochemical
Society
DoD Fuel Cell
Program
The US Fuel Cell Council
The Hydrogen
& Fuel Cell Investor
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Wie sicher ist Wasserstoff?
Spästens seit der Zeppelin "Hindenburg" im Jahr 1937 in
Lake Hurst in Flammen aufging, galt Wasserstoff als gefährlicher
Energieträger. Tatsächlich hat es aber keine Wasserstoff-Explosion
gegeben: die Ursache war eine elektrostatische Entladung beim Landen,
wobei der raketentreibstoffartige Anstrich des Luftschiffes in Brand geraten
ist. Wasserstoffbetriebene Autos wurden inzwischen vielen Crash-Tests
ausgesetzt und direkt mit herkömmlichen Benzin-Autos verglichen.
Per Fernzündung wurden die Tanks in Brand gesetzt und dabei zeigte
sich, dass Benzin viel länger brennt und das Auto nach zwei Minuten
gänzlich in Brand setzt. Wasserstoff hingegen verbrennt sehr schnell
und ohne das Auto in große Mitleidenschaft zu ziehen.
Umweltpionier Island
Energietechnisch bevorzugt wie kein anderes Land, verfolgt Island derzeit
ein ehrgeiziges Ziel: den totalen Verzicht auf fossile Energieträger
zugunsten von Wasserstoff. Die Nutzung der natürlich vorhandenen
Erdwärme sowie vorhandene Stauseen und Laufwasserkraftwerke können
genug Strom zur Wasserstofferzeugung liefern. Bis 2003 ist die Umrüstung
des öffentlichen Busverkehrs geplant, in wenigen Jahrzehnten soll
die Schiffsflotte und der Individualverkehr folgen. Laut Studien könnten
die Isländischen Ölimporte durch zehn Prozent der natürlich
verfügbaren regenerativen Energiequellen ersetzt werden. Derzeit
werden kaum mehr als zwei Prozent der Erdwärme genutzt.
Bis der Trend zu regenerativer Energie weltweit greifen
wird, werden noch einige Öltanker den Ozean überqueren, aber
die Richtung ist vielversprechend und die Notwendigkeit wird inzwischen
auch von Politikern und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern erkannt.
Vielleicht wird die Vision des Jules Verne früher wahr als wir denken:
"Wasserstoff und Sauerstoff werden für sich
oder zusammen zu einer unerschöpflichen Quelle von Wärme und
Licht werden, von einer Intensität, die Kohle überhaupt nicht
haben könnte. Das Wasser ist die Kohle der Zukunft. "
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