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Globale Erwärmung

Das Wetter präsentiert sich immer launischer. Die häufigen Stürme und Unwetter sowie Hochwasser und Dürren der letzten Jahre weisen auf einen Klimawandel hin. Wissenschafter fragen sich in dem Zusammenhang, ob diese Klimaschwankungen natürlich sind, oder vielmehr durch den Menschen verursacht werden.

Seit Beginn der industriellen Revolution war das Modell des Treibhauseffektes bekannt. So untersuchte der französische Mathematiker Baptiste-Joseph Fournier einige atmosphärische Gase und stellte dabei deren Rolle bei der Erwärmung der Atmosphäre fest.


Treibhaushypothese nicht neu:
1896 entwickelte der schwedische Chemiker Svante Arrhenius erstmals die Theorie, dass der Anstieg der Konzentration von Kohlendioxid (CO2) in der Luft zu einer Verstärkung des natürlichen Treibhauseffektes und in der Folge zu einer zusätzlichen Erwärmung führen könnte ("Treibhaushypothese"). – Allerdings handelte es sich bei Arrhenius’ Hypothese bloß um Vermutungen, wurden doch Messungen des CO2-Gehalts in der Atmosphäre erst Mitte des 20. Jahrhunderts möglich.

Im vergangenen Jahrhundert erkannte die Wissenschaft die Abhängigkeit der Erde von der sie umgebenden "Schutzhülle" immer mehr. Man stellte fest, dass die vom Menschen verursachten Abgase und Schadstoffe die Zusammensetzung der Atmosphäre – etwa die Ozonschicht – schädigen. So werden durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl bzw. -gas erhebliche Mengen CO2 in die Erdatmosphäre gepumpt, die in erster Linie einen Temperaturanstieg verursachen. Allein im letzten Jahrhundert hat sich der Temperaturdurchschnitt um ein Grad Celsius erhöht. Renommierte Forscher wiesen auf folgeschwere Gefahren dieser Entwicklung hin.

Mögliche Folgen einer weiteren globalen Erwärmung
Inzwischen zählt die Auseinandersetzung mit der Thematik Klimawandel und Klimaschutz zu den größten Herausforderungen der Wissenschaft des 21. Jahrhunderts. Klima und Umwelt haben heute eine breite Lobby.
Experten befürchten für dieses Jahrhundert einen Temperaturanstieg um etwa 5,8 Grad Celsius. Eine derartige Erwärmung hätte eine Klimawandel zur Folge, wobei die verschiedenen Regionen der Erde in unterschiedlichem Ausmaß betroffen wären. Beispielsweise müssen wir in Zukunft mit noch extremeren Witterungsverhältnissen rechnen – Hitzewellen, Stürme, längere Hitzeperioden und Flutkatastrophen werden keine Einzelereignisse bleiben, vielmehr werden derartige Extremwetter zur Regel werden. Massive Niederschläge können Erdrutsche und Überschwemmungen hervorrufen.

Eine andere Sorge gilt der Erhöhung des Meeresspiegels, die dazu führen kann, dass kleinere Länder im Pazifischen Ozean versinken werden. Der Temperaturanstieg wird außerdem zum Schmelzen vieler Gletscher, aber auch zur flächenmäßigen Zunahme von Wüstengebieten führen. Eine rapide Verschlechterung der Trinkwasserversorgung sowie die Zunahme von Flüchtlingsströmen ("Klimaflüchtlinge") können mögliche weitere Folgen sein.

 

Begriffe:

Klima:
Ursprünglich hatte der Begriff Klima weder etwas mit dem Wetter, noch mit dem Begriff der Meteorologie – nach Aristoteles jene Wissenschaft, die sich mit der Atmosphäre befasst – zu tun. Alexander von Humboldt (1769-1859), er gilt u.a. als Begründer der Geographie, verwendete den Begriff Klima erstmals im Sinne von Wetter. In den von ihm erfundenen Isothermen verzeichnete er jene Orte mit gleicher Mitteltemperatur, um somit Räume mit gleichem Klima geographisch von einander abzugrenzen und somit die Erde in sogenannte Klimazonen zu unterteilen. – Später kamen Linien gleichen Luftdrucks (Isobaren), gleichen Niederschlags, gleichen Sonnenscheins etc. hinzu.

Globale Erwärmung:
Hierbei handelt es sich um ein weltweites Phänomen, verursacht vor allem durch die steigende Konzentration von Treibhausgasen (Kohlendioxid, Methan, Stickstoffoxid, Fluorkohlenwasserstoffe, Kohlenwasserstoffe und Schwefelhexafluorid) in der Erdatmosphäre. Die meisten dieser Gase entstehen durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, aber auch die Abholzung der tropischen Regenwälder hat dazu beigetragen.


Maßnahmen zur Gegensteuerung – Klimaschutz-Maßnahmen

Einig ist sich die Wissenschaft darüber, dass weltweit ökologisch wie sozial verträgliche Maßnahmen eingeleitet werden müssen, damit die wirtschaftliche Entwicklung nicht weiter mit der Zerstörung der Umwelt einhergehen muss. Vermutlich werden verschiedene Strategien notwendig sein, um sich den Folgen der globalen Erwärmung "anzupassen". Auch könnten neue Techniken oder Maßnahmen dazu beitragen, die Produktion klimawirksamer Gase zu vermeiden.

Letztlich kann nur eine weltweite Übereinkunft die Emission verringern. Dem Versuch dieses Vorhaben in die Realität umzusetzen entsprang das Kyoto-Protokoll zur Verringerung der Treibhausgase (1997). Dieses sieht die Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen bis 2012 unter das Niveau von 1990 vor. Mittlerweile haben sich 99 Länder dazu verpflichtet an diesem erfolgversprechenden Projekt teilzunehmen, allerdings mit Ausnahme des größten Umweltverschmutzers, den USA. George Bush jun. erteilte dem Kyoto-Protokoll eine klare Absage. – Seine Kritik gilt der Tatsache, dass Länder der Dritten Welt – die mindestens ebenso viele Schadstoffe produzieren wie die USA – von den Forderungen des Protokolls ausgenommen würden. Und letztlich – so der amerikanische Präsident – bleibe den Menschen immer noch die Option offen, sich an die steigenden Temperaturen anzupassen ...

Autor: Claudia Spitznagel


Linktipps:

Treibhauseffekt und steigende Temperaturen, was wissen wir wirklich? (ProClim- Forum for Climate and Global Change)

Genetische Anpassung an globale Erwärmung (ORF-Science)

Global Warming - Early Warning Signs

Wetter extrem (Discovery Channel)

Globale Erwärmung (Whale and Dolphin
Conservation Society Deutschland)

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