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zweite Gefahr geht von zu häufigen Waldbränden aus. Mammutbäume können Brände
durch ihre dicke Borke, die bei Hitze sogar eine Flüssigkeit absondern, die sich
schützend über die Aussenhaut legt, überstehen. Da dies ohne menschliches Zutun
im Durchschnitt alle 100 Jahre passiert, entspricht dieser Zyklus einem natürlichen
Kreislauf, der auch einem ökologischen Zweck dient: die Asche ist äußerst fruchtbar,
das Unterholz wird ausgedünnt, somit kann neues Leben Fuss fassen. Manche Sorten
öffnen Ihre Kapseln sogar erst bei extremer Hitze. Einige Bäume scheinen durch
Brände schwer angeschlagen, sie sind innen hohl, ihr Herzholz ist
durch Brand und Pilze verloren gegangen, und dennoch haben sie genug Substanz
um durch die Borke Wasser und Nährstoffe nach oben zu transportieren. Die
Größe der Bäume steht in scheinbarem Widerspruch zum flachen Wurzelwerk: dieses
verankert den Riesen nur sehr gering, und macht ihn anfällig für starke Stürme.
Oftmals fallen abgestorbene Zweige aus sehr großer Höhe herunter - ein Grund warum
frühe Siedler diese Bäume Widow Maker genannt haben. Wie labil das
ökologische Gleichgewicht ist, zeigt die Geschichte eines Mammutbaumes, der von
einem Sturm entwurzelt wurde - der Grund war die Abholzung eines Gegenhanges der
nicht Teil des Nationalparkes ist - der Wind hatte keine natürliche Barriere mehr
und fällte den Riesen.
Wie man mit Aufsehen erregenden Aktionen
Erfolg haben kann bewies die Amerikanerin Julia Butterfly Hill, die zwei Jahre
und eine Woche in den Wipfeln eines über 1000 Jahre alten Mammutbaums verbrachte. Ihr Ausharren trug Früchte: der Baum sowie
eine Schutzzone wurden von Schlägerungen bewahrt, sie selbst wurde mit einem
Schlag bekannt und ist seithin als Aktivistin und Autorin zum Schutz der Natur
engagiert. Detail am Rande: Als Julia ihr Vorhaben schließlich erfolgreich
abbrechen konnte, hatte sie sich an das Leben in den Wipfeln derart gewöhnt,
dass sie kurzfristig Schwierigkeiten hatte, am Boden zu gehen.
Text
und Photographie: Fritz Vesely ©2002 Quelle: Redwood National Park History
Association, U.S. Department of the Interior. |  |
Rekordbäume Der älteste
Baum der Welt ist eine Grannenkiefer (Pinus aristata)
in den White Mountains in Kalifornien: 4900 Jahre soll der Methusala
genannte Baum alt sein.
Der höchste Baum der Welt
ist ein Küstenmammut (Sequoia sempervirens) namens Tall
Tree im kalifornischen Rewood-Nationalpark: seine Höhe wurde 1990 mit 112
Metern gemessen. Der dickste Baum der Welt
ist ein Riesenmammut (Sequoioaendron giganteum): der
General Sherman-Baum der an den Westhängen der Sierra Nevada im Sequoia
National Park wächst, hat einen Umfang von 31 Metern. Der
älteste Baum Wiens
ist die unter Naturschutz stehende
Tausendjährige Eibe (Taxus baccata) im 3. Bezirk, Rennweg
12. Quelle: "Der Standard", 6.10.02 |